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	<title>Dachverband der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln e.V. &#187; Einwurf</title>
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		<title>Hysterie macht Auflage</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 18:37:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fanclub-Dachverband</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einwurf]]></category>

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		<description><![CDATA[<p align="justify">Seit einiger Zeit ist in beinahe allen Medien immer wieder von einer “neuen Qualität der Fußballgewalt” oder gar von der “Renaissance des Hooliganismus” die Rede. Woher rührt die aktuelle Flut an Horrormeldungen über den Volkssport Nummer eins? Unser neuverpflichteter Topkolumnist <i>Hermann Kuttenkeuler</i> geht dieser und anderer Fragen rund um das derzeit omnipräsente Thema Gewalt auf den Grund.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small;">von Hermann Kuttenkeuler</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><img class="alignnone size-full wp-image-624" title="P1090795" src="http://www.fanclubs-koeln.com/wp-content/uploads/2010/03/P1090795.jpg" alt="" width="606" height="452" /><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;">Seit einiger Zeit ist in beinahe allen Medien immer wieder von einer “neuen Qualität der Fußballgewalt” oder gar von der “Renaissance des Hooliganismus” die Rede. Nach welchen Zahlen und Fakten diese bedrohliche Neuigkeit errechnet wurde, bleibt dabei meist im Dunkeln. Tatsache hingegen ist, dass die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze in den vergangenen Jahren lediglich einen Zuwachs an Stadionverboten verbuchen konnte, jedoch keinen bezüglich eingeleiteter Strafverfahren. Zwar liegt für die vergangene Spielzeit noch kein Jahresbericht Fußball der ZIS vor, aber zumindest das Innenministerium Baden-Württemberg gab vor kurzem einen Rückgang fußballbezogener Delikte in der laufenden Saison bekannt, was wohl ein objektives Kriterium dafür darstellen dürfte, dass es ganz so schlimm dann doch nicht sein kann. Hinzu kommt, dass die Zuschauerzahlen weiter steigen. Ganz subjektiv scheinen sich also nicht allzu viele Menschen aus Angst um Leib und Leben von einem Stadionbesuch abhalten zu lassen. Woher rührt also die aktuelle Flut an Horrormeldungen über den Volkssport Nummer eins?</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt Gewalt beim Fußball. Das soll gar nicht bestritten oder verharmlost werden. Aber wann war es anders? In den 50er Jahren vielleicht, das mag sein. Damals war man wahrscheinlich so mit Wirtschaftswundern beschäftigt, dass keiner mehr am Wochenende die Fäuste hochbekommen hat. Aber bereits in der darauf folgenden Dekade gab es Fan-Ausschreitungen, lange bevor hierzulande irgendjemand mit dem Begriff Hooligan umzugehen gewusst hätte. Und von den 70ern bis Mitte der 90er Jahre sah sich der Sport mit einem Problem konfrontiert, das alles, was heute im Rahmen von Fußballspielen passiert, in den Schatten stellt. Vielleicht mag es im Vorfeld der zum Sommermärchen hochgejazzten WM im eigenen Land etwas ruhiger geworden sein, aber das war eine von allen Seiten beflügelte Ausnahmesituation und nicht der Alltag. Kurz vor Weihnachten sind die Kinder auch immer ganz artig, ob der Vorfreude auf das große Ereignis. Aber bereits zu Silvester machen sie dann manchmal wieder Unsinn, da der Umgang mit Feuerwerkskörpern Kinder manchmal ein wenig von der Vernunft abdriften lässt. Aber dazu kommen wir später. Auffällig ist jedenfalls, dass nüchtern betrachtet die Fußballgewalt in jüngerer Zeit eher ab- als zuzunehmen scheint.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Tischtuch zwischen Fans und Polizei bekommt Risse</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Angst vor der Gewalt aber nicht, ganz im Gegenteil. Nicht nur die Zeitungen mit den bunten Bildern, sondern beinahe die gesamte Presselandschaft wird nämlich nicht müde, dem Leser beinahe täglich die unüberschaubaren Gefahren, welche durch die Randerscheinungen des Sports für die innere Sicherheit und unsere hart erarbeitete Demokratie drohen, zum Frühstück zu servieren. Der unbewanderte Leser schluckt diese Informationen dann brav zusammen mit Kaffee und Mehrkornbrötchen, sind die schockierenden Berichte doch häufig mit aufschlussreichen Zitaten von Koryphäen auf diesem Gebiet angereichert. Gerne wird hierzu, wenn gerade kein anerkannter Fan-Forscher zur Hand ist, ein Polizeigewerkschafter befragt, welcher dann bereitwillig über kriegsähnliche Zustände auf den Straßen berichtet und darüber, dass seine Beamten wie Opferlämmer dem Pöbel zum Fraß vorgeworfen werden. Übertreibungen dieser Art gehören natürlich zu seinem Job, wobei sogar eingeräumt werden muss, dass seit einiger Zeit tatsächlich die Polizei immer öfter als Ziel von Aggressionen am Rande von Fußballspielen herhalten muss. Wobei die Beamten selbst nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung sind, denn auch dem gemäßigten Auswärtsreisenden in Sachen Fußball wird nicht verborgen geblieben sein, dass das Tischtuch zwischen Fans und Polizei regelmäßig von beiden Seiten neue Risse bekommt. Wenn Anhänger von Repression und Willkür sprechen, wird dies &#8211; auch dank der einseitigen medialen Berichterstattung &#8211; häufig als Schutzbehauptung abgetan oder bestenfalls belächelt. Wer sich aber einer entsprechenden Situationen einmal ausgesetzt sieht, wird schnell feststellen, dass eine gewisse Vorverurteilung seitens der Exekutive nicht von der Hand zu weisen ist. Daraus resultiert schnell ein prophylaktisch hartes Vorgehen, welches auf der Gegenseite ganz sicher nicht zu besserem Benehmen anregt. Von dieser Seite ist tatsächlich eine Zunahme der Gewalt erkennbar. Nie zuvor wurde so unbedacht von Pfefferspray Gebrauch gemacht und wurden derart leichtfertig Stadionverbote mit der groben Kelle verteilt. Im Nachhinein können solche Maßnahmen dann als Gefahrenabwehr verkauft werden. Niemandem werden beim Kauf eines Sportwagens in weiser Voraussicht fünf Punkte in Flensburg gutgeschrieben, obwohl doch bereits der Kauf an sich auf eine etwas zügigere Fahrweise hindeuten könnte, aber ein Fußballfan auf Auswärtsfahrt wird häufig durch seine bloße Anwesenheit als Chaot abgestempelt, der nur angereist ist, um Raketensprühtöpfe abzubrennen oder anderweitig für Randale zu sorgen. Verhält er sich dann so, wie von ihm erwartet wird, ist das Geschrei nach härterem Vorgehen wieder groß. Verhält er sich anders, wird das als Erfolg der energisch durchgreifenden Polizei verbucht. Rechtmachen kann er es jedenfalls keinem.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Skifahrer nicht gleich Fußballfans</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wo wir gerade das Thema angeschnitten haben, seit längerem schon ist in Presse, Funk und Fernsehen in Verbindung mit Pyrotechnik beim Fußball schnell die Rede von Randale oder Krawall. Gibt man diese Begriffe bei Wikipedia ein, wird man zu Vandalismus beziehungsweise Aufruhr weitergeleitet. Die Wortwahl scheint hier also etwas überzogen, zumal die Herren Sportkommentatoren noch vor wenigen Jahren beim Anblick hell erleuchteter Stadionränge gerne von südländischer Atmosphäre schwärmten. Natürlich ist Feuerwerk außerhalb der Jahresendzeit genehmigungspflichtig und selbstverständlich ist es nicht schön, dass vor kurzem im Gästeblock in Bochum beim Spiel gegen Nürnberg der Einsatz von Pyrotechnik zwei Schwerverletzte hervorbrachte. Aber stellen wir diesen Schwerverletzten unter den hunderttausenden Fans, die jeden Spieltag eines der vielen Fußballstadien besuchen, in denen trotz Verbot hin und wieder gezündelt wird, die Anzahl an Versehrten gegenüber, die ein einziger Tag Wintersport während der Saison hervorbringt, dann liegt der Schluss nahe, dass ein gemeiner Skifahrer mehr Potential zum randalierenden Chaoten mitbringt, als ein Fußballfan.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine mediale Hetze gegen Wintersportler würde aber vermutlich nicht die Auflage steigern. Obwohl die Maßnahmen im Kampf gegen Skifahrer der Kategorie C einiges an Unterhaltungswert versprächen. Bei den ersten Schneefällen könnten aktenkundigen Pistenrowdies Ausreise- und weiträumige Skigebietverbote erteilt werden, neben der Pflicht, sich dreimal täglich auf einer Polizeistation zu melden, um so heimliches Skilaufen zu unterbinden. Wer sich auf dem Weg zum Skilift ungeschickt anstellt und in eine Ausweiskontrolle gerät, landet schneller in der Datei ’Gewalttäter Ski’, als er sich versehen kann, und schon flattert einem ein dreijähriges Pistenverbot ins Haus.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Immer neue Sanktionen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In Verbindung mit Wintersport klingt das alles ziemlich albern, für Fußballfans sieht so nicht selten die Realität aus. Wobei natürlich nicht alle Stadionverbote als ungerechtfertigt dargestellt werden sollen, aber was im Augenblick an immer neuen Sanktionen seitens der Verantwortlichen aus dem Ärmel geschüttelt wird, um einem Problem entgegenzuwirken, welchem zwar durch die Medien immer mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, welches objektiv gesehen aber nicht an Bedrohlichkeit zunimmt, macht doch ein wenig Sorgen, welche Sau wohl als nächstes durchs Dorf getrieben wird, falls die Pressewelt einmal den Spaß an Kriegsszenarien am Rand von Fußballspielen verloren hat und auf den nächsten Zug aufspringt. Bis es soweit ist, könnte man doch vielleicht die Sau etwas weniger jagen, dafür die Kirche ein bisschen mehr im Dorf lassen, denn solange auf künstlich erzeugte Hysterie mit überzogenem Aktionismus reagiert wird, kann es eigentlich nicht friedlicher werden. Sollte aber irgendein Innenministerium erneut einen Rückgang der fußballbezogenen Delikte vermelden, wird das bestimmt am harten Durchgreifen der Polizeibeamten liegen. Deren Vergehen tauchen in der Statistik ja nicht auf.</p>
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		<title>Jupp Schmitz lässt grüßen!</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 18:07:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fanclub-Dachverband</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einwurf]]></category>

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		<description><![CDATA[<p align="justify">Langsam, aber sicher erlebt unter den Fußballfans in Köln ein alter Gassenhauer seine Renaissance. Immer häufiger bekommt man beim Anblick der Kartenpreise den Gedanken an den beliebten Karnevalshit von Jupp Schmitz: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;">Langsam, aber sicher erlebt unter den Fußballfans in Köln ein alter Gassenhauer seine Renaissance. Immer häufiger bekommt man beim Anblick der Kartenpreise den Gedanken an den beliebten Karnevalshit von Jupp Schmitz: <span style="font-weight: bold;"><span style="font-style: italic;">Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?</span></span> Spätestens die letzte Saison zeigte, dass die Leidensfähigkeit der Fans nicht nur unter sportlichen Aspekten auf den Prüfstand gestellt wird.</div>
<div style="text-align: justify;">Nicht nur, dass die Preise für Dauerkarten im Müngersdorfer Stadion deutlich angezogen haben, auch auf fremdem Terrain sind traurige Zeiten für das Fan-Portemonnaie angebrochen. Gerade die aktive Fanszene wird in ihrer (nahezu) zweiwöchentlichen Unterstützung des Vereins finanziell stark mitgenommen. Stehplatzkarten werden von Saison zu Saison (teilweise horrend) teurer, Sitzplätze werden mittlerweile kaum unterhalb der 30€-Schwelle angeboten. Höhepunkt der Entwicklung war für FC-Fans das Auswärtsspiel in Hamburg in der letzten Saison, wo der rot-weiße Anhang für einen einfachen Stehplatz im Gästeblock inklusive Gebühren mehr als 25 € aufbringen musste.</p>
<p>Auch in Köln sind finanziell anstrengende Zeiten für die Gäste angebrochen: Während die Heimkurve von FC-Geschäftsführer Claus Horstmann das Versprechen bekam, einen Stehplatz (zumindest ermäßigt) für weniger als 10€ angeboten zu bekommen, müssen die Gäste-Fans für einen Besuch in Müngersdorf tiefer in die Tasche greifen. Die Bundesligavereine laufen gerade in diesen Krisenzeiten Gefahr, das Rad zu überdrehen. Der etwas rückläufige Besuch bei den Heimspielen dieser Saison und die daraus folgenden „Bundle“-Aktionen des Vereins zeigen bereits einen Trend in diese Richtung auf. Das Ziel der aktiven Fanszene (und damit des Dachverbandes) muss es daher sein, ihren Standpunkt bezüglich der Preisgestaltung bei Eintrittskarten weiterhin deutlich und vernehmbar zu artikulieren. Hierbei gilt es sicherlich, auch den Dialog mit dem Verein weiter zu forcieren. Der Verein darf niemals vergessen, dass die Fans das Fundament des FC darstellen und nicht nur kommerziell ausbeutbare Kunden sind. Der Dachverband hat sich hierfür in der Vergangenheit in Gesprächen mit Vereinsvertretern stark gemacht und wird dies auch in Zukunft tun.</p>
<p>Denn eines ist uns allen klar und für jeden von Bedeutung: <span style="font-weight: bold;">Der Besuch eines Fußballspiels muss weiterhin für jedermann bezahlbar bleiben!</span></div>
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		<title>Warum 50+1 bleiben muss</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 20:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fanclub-Dachverband</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einwurf]]></category>

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		<description><![CDATA[<p align="justify">Mit dem nächsten Gegner Hannover 96 kehrt auch ein Thema ins Müngersdorfer Stadion zurück, das für die aktive Fanszene von enormer Bedeutung ist. Hannovers Vorstandsvorsitzender Martin Kind beantragte Mitte Oktober bei der Deutschen Fußball-Liga die Aufhebung der so genannten „50+1“-Regelung. Diese Regelung schreibt den Bundesligisten vor, dass der Stammverein mindestens 50% + eine Stimme an der Lizenzspielerabteilung halten muss. </p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Mit dem nächsten Gegner Hannover 96 kehrt auch ein Thema ins Müngersdorfer Stadion zurück, das für die aktive Fanszene von enormer Bedeutung ist. Hannovers Vorstandsvorsitzender Martin Kind beantragte Mitte Oktober bei der Deutschen Fußball-Liga die Aufhebung der so genannten „50+1“-Regelung. Diese Regelung schreibt den Bundesligisten vor, dass der Stammverein mindestens 50% + eine Stimme an der Lizenzspielerabteilung halten muss.</p>
<p style="text-align: justify">Mit dieser satzungsgemäßen Sicherung der Mehrheit an ihren eigenen Kapitalgesellschaften soll der Einfluss externer Investoren eingedämmt werden. Um die Vereine aber interessanter für eben jene Investoren zu gestalten, ähnlich wie dies zum Beispiel in England der Fall ist, kämpft Kind seit Jahren dafür, die bestehende Regelung zu kippen und durch andere Vorschriften ersetzen zu lassen. Am 11. November haben die Manager der Profiklubs die Wahl: Sollte dies in den Gremien der DFL und des DFB nicht mit der nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit geschehen, kündigte Kind bereits jetzt schon den Gang zu den höchsten europäischen Gerichten an, um die seiner Ansicht nach gegen EU-Recht verstoßende Regelung zu Fall zu bringen. Interessant ist hierbei sicherlich die Tatsache, dass Kinds angedachte Einrahmungen der Investionsfreiheit, zum Beispiel durch längere Haltefristen oder örtliche Gebundenheit der Investoren, wohl vor einem EU-Gericht ähnlich geringe Chancen hätten, wie die derzeitige Regelung.</p>
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-359 aligncenter" src="http://www.fanclubs-koeln.com/wp-content/uploads/2009/10/wmp-monopoly-fussball.jpg" alt="wmp-monopoly-fussball" /></p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-weight: bold">Sturmreife Festung dank stumpfem Schwert</span></p>
<p style="text-align: justify">Dennoch: Die Festung „50+1“ ist in der letzten Dekade Schritt für Schritt sturmreif geschossen worden: Mit Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg spielen mit dem Pharmariesen Bayer und dem Automobilgiganten Volkswagen zwei schwergewichtige Konzerne in der Bundesliga. Weder in Leverkusen noch in Wolfsburg halten die Vereine auch nur ein Prozent an sich selber, sie sind in beiden Fällen 100%ige Töchter des Konzerns. Aus Sicht vieler ist dies von Seiten des DFB akzeptierte und praktizierte Wettbewerbsverzerrung. Heribert Bruchhagen, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender Eintracht Frankfurts sowie im Vorstand der DFL, bezeichnete dies im Rahmen einer Diskussion über die „50+1-Regelung“ als „Sündenfall Leverkusen und Wolfsburg“, der nicht wiederholt werden sollte. Mit dem kometenhaften Aufstieg der Hoffenheimer wurde die Debatte über diese Art von Wettbewerbsverzerrung wieder angeschoben: De facto hält der Investor Hopp „nur“ 49% des Konstruktes Hoffenheim, dennoch ist er die unumgängliche Instanz in allen Fragen. Sogar bei Spielertransfers ist er als Finanzier in der Öffentlichkeit der gefragte Mann, welcher über Wohl und Wehe diktiert. Hier wird auf offensichtlichste Art und Weise das existierende Prinzip „50+1“ an der Nase herumgeführt. Mit RB Leipzig steht ein weiterer Härtefall vor der Tür der DFL. Um Investitionen außenstehender Personen oder Konzernen nicht zu gefährden, haben die Institutionen „50+1“ zu einem stumpfen Schwert verkommen lassen.</p>
<p style="text-align: justify">Der Einwand liegt hier auf der Hand: Warum nicht Chancengleichheit für alle und die Abschaffung der Regelung? Die Kritikpunkte sind so simpel wie auch oft genug wiederholt: Die Öffnung für weitere externe Investoren hätte laut FC-Geschäftsführer Claus Horstmann ein „Rattenrennen“ zur Folge. Im Kölner Stadt-Anzeiger äußerte er seine Bedenken gegenüber dem Aufheben der „50+1“-Regelung: „Die Vereine würden sich verkaufen &#8211; und am Ende würden die großen Vereine früher an Geld kommen und zudem auch noch höhere Beträge erwirtschaften &#8211; und wenn am Ende das Geld der Investoren aufgebraucht sei, habe man nicht nur den Abstand zwischen reichen und weniger reichen Klubs weiter vergrößert. Sondern auch nichts erreicht: Das finanzielle Niveau der Top-Klubs sei zwar für kurze Zeit gehoben worden, würde aber die Etats nicht dauerhaft stärken.“ Damit spricht Horstmann zwar nicht aus der Sicht eines Fans, sondern eines wirtschaftlich denkenden Vereinsfunktionärs, doch er trifft damit den (zumindest rationalen) Kern des Problems.</p>
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-362 aligncenter" src="http://www.fanclubs-koeln.com/wp-content/uploads/2009/10/idotz.jpg" alt="idotz" width="580" height="249" /></p>
<p style="text-align: justify">Des Weiteren kann es nicht im Sinne der aktiven Fans sein, den Verein zu einem Spielzeug eines Vermögenden zu degradieren. Hierbei ist besonders die Abhängigkeit von den Launen einer einzelnen Person zu bedenken. Macht ihm sein Spielzeug nicht mehr den einst erwarteten Spaß, so kann die Herrlichkeit schneller vorbei sein, als Hennes „määäh“ sagen kann. Doch auch wenn selbst dies gegeben sein sollte, ist der Verein nicht davor gefeit, für das Verschulden anderer die eigene Existenz bedroht zu sehen. Dem AZ Alkmaar zum Beispiel droht aufgrund der Insolvenz der Muttergesellschaft, die von der Bankenkrise massiv getroffen wurde, unverschuldet die eigene Insolvenz. Ein weiterer, aus Sicht der Fans wichtiger Kritikpunkt sei an dieser Stelle noch hinzugefügt: Ein Investor bringt sich nicht aus reiner Menschenliebe in einen Verein ein – er möchte für sein Geld Gegenleistungen sehen. Sei es eine mächtige Position mit viel Ansehen an der Spitze des Vereins oder eine Rendite, die der Verein abwerfen soll: Um letzteres zu ermöglichen, müssen sich die Fans auf entsprechende Folgen einstellen. Die bedingungslose Liebe zu „seinem“ Verein würde wohl auf die harte Probe einer verschärft kommerziellen Vereinspolitik gestellt werden.</p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-weight: bold">Abenteuerspielplatz für Neureiche</span></p>
<p style="text-align: justify">Gerade um die Folgen einer investorfreundlichen Politik abzuzeichnen, eignet sich mit England das ab- und erschreckende Beispiel für alle diejenigen, denen der Erhalt der 50+1-Regelung am Herzen liegt: Die stolze Premier League ist zum Abenteuerspielplatz von neureichen Investoren degeneriert. Waren es früher teures Gepränge, schnelle Autos, große Yachten oder beeindruckende Gebäude, mit denen sich geschmückt wurde, so scheinen heute die britischen Fußballvereine die Trumpfkarte in einem wahnwitzig anmutenden Schwanzvergleich zwischen US-amerikanischen, russischen und arabischen Milliardären zu sein. Gewiss: Die sportliche Qualität der Premier League, das internationale Ansehen und die Wettbewerbsfähigkeit in den internationalen Wettbewerben – all dies wurde durch das Einfließen externer Gelder erhöht. Es gab Saisons, da verhinderte nur das direkte Aufeinandertreffen von Manchester United und Konsorten ein rein englisches Champions-League-Halbfinale.</p>
<p style="text-align: justify">Doch zu welchem Preis? Die Antwort: Totale Kommerzialisierung. Was in Deutschland noch in der Entwicklung steht, ist auf der Insel bereits etablierte Realität. Völlig in Stücke geschnittene Spieltage, das Pay-TV hat Exklusivrechte, die Zusammenfassungen der Spiele kommen erst spät am Wochenende. Die Liga hat einen Sponsor, sogar der Ball hat einen. Die Preise für Eintrittskarte sind (besonders im Vergleich zur deutschen Liga) exorbitant hoch, so dass die Unterstützung seines Vereins einen aktiven Fan beinahe an den Rand des Ruins treibt. Mitunter kommt ein Stadionbesuch in Deutschland (Billigflug plus Stadionticket) deutlich günstiger als das Pendant auf der Insel. Diese Preispolitik hat natürlich Nebenwirkungen: Die einst als Stimmungsvorbild gepriesene Stadienszenerie ist in England zum Erliegen gekommen. Eine Veränderung der Publikumsstruktur sowie deren stetig fortschreitende „Vergreisung“ hat aus den Hexenkesseln Theatersäle gemacht.</p>
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-361 aligncenter" src="http://www.fanclubs-koeln.com/wp-content/uploads/2009/10/geldvorfans.jpg" alt="geldvorfans" /></p>
<p style="text-align: justify"><span style="font-weight: bold">50+1 muss bleiben &#8211; für uns Fans!</span></p>
<p style="text-align: justify">Gerne werden die sportlichen Erfolge englischer Vereine in internationalen Wettbewerben dazu genutzt, die Öffnung der Vereine für externe Investoren zu propagieren, jedoch wird dabei die unterschiedlichen Traditionen des englischen und deutschen Fußballsystems völlig außer Acht gelassen. Während in England schon Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts die Mehrzahl der Klubs als Firmen organisiert waren, weil sich eben damit leichter Investoren für den Unterhalt teurer Spieler finden ließen, ist die Tradition in Deutschland eine ganz andere. Fußball war schon seit jeher der Sport des einfachen Mannes, ein Volkssport für alle. Dies muss in den Überlegungsprozess, der sich mit dem Erhalt beziehungsweise der Abschaffung der 50+1-Regelung beschäftigt, unbedingt einfließen. Dazu gehört auch, die bestehende Regelung endlich konsequent umzusetzen und damit auch die „Sündenfälle Leverkusen/Wolfsburg“ wieder zu begradigen sowie neue a la Hoffenheim und Leipzig nicht weiter zu fördern.</p>
<p style="text-align: justify">Gerade aus Sicht der aktiven Fans, die ihrem Verein lebenslang die Treue halten, ist eine fortschreitende „Enteignung“, die bereits durch die Ausgliederungen der Profiabteilungen aus den Vereinen begonnen hat, nicht zu akzeptieren. Die Öffnung der deutschen Vereine für externe Investoren stellt wahrlich nicht das Öffnen der Büchse der Pandora dar, jedoch würde dadurch eine fanfeindliche, extrem kommerziell ausgerichtete Strömung in Deutschlands Fußball weiter an Auftrieb gewinnen. Dies gilt es aus unserer Sicht mit aller Macht zu verhindern. Fußball soll Volkssport bleiben – und nicht denjenigen vorbehalten sein, deren Brieftasche größeren Umfangs ist.</p>
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-364 aligncenter" src="http://www.fanclubs-koeln.com/wp-content/uploads/2009/10/bleiben.jpg" alt="bleiben" width="580" height="281" /></p>
<p style="text-align: justify"><strong>Der Kampf geht weiter &#8211; 50+1 muss bleiben!!!</strong></p>
<p>Weiterführende Links:</p>
<p><a href="http://www.fan-projekt.de/news/artikel/50-1-unterschriftenaktion-am-samstag.html">Unterschriftenaktion des Fan-Projekt beim Spiel gegen Hannover 96</a></p>
<p><a href="http://cfhh.net/?page_id=523">Online-Unterschriftenaktion der &#8220;Chosen Few Hamburg&#8221; (Ultragruppierung des Hamburger SV)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Immer wieder schön in Stuttgart</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 22:52:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fanclub-Dachverband</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einwurf]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Auftaktprogramm des FC ist hammerhart. Auch der VfB Stuttgart wurde zu den schwer zu lösenden Aufgaben für unsere Mannschaft gezählt, das Spiel gar schon zum Test für den Trainer erklärt. Zu Unrecht, denn wir sind der Angstgegner des VfB, nicht umgekehrt. Seit 1996 hatte keine Kölner Mannschaft mehr ein Ligaspiel im Neckarstadion verloren – Grund genug für eine Mottotour samt Choreographie unter der Regie des Dachverbandes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Das Auftaktprogramm des FC ist hammerhart. Auch der VfB Stuttgart wurde zu den schwer zu lösenden Aufgaben für unsere Mannschaft gezählt, das Spiel gar schon zum Test für den Trainer erklärt. Zu Unrecht, denn wir sind der Angstgegner des VfB, nicht umgekehrt. Seit 1996 hatte keine Kölner Mannschaft mehr ein Ligaspiel im Neckarstadion verloren – Grund genug für eine Mottotour samt Choreographie unter der Regie des Dachverbandes. Die Schwaben erwiesen sich dabei in jeder Hinsicht als freundliche Gastgeber.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit Papptafeln und Banner (ein Hoch auf unsere Top-Näherin vom Fanclub Kölsches Herzblut!) im Gepäck stand das Vorkommando, ein Team aus WH-Sektion Müngersdorf, Köln-Süd und der ortsansässigen Kolonie Süd, pünktlich um 12 Uhr vor den Toren des Neckarstadions und wartete auf den VfB-Fanbeauftragten, der uns in den Gästeblock begleiten sollte. Die dort ebenfalls versammelte Ordnerarmada glich optisch einem Black Block, mit dem nicht zu spaßen ist, doch die Zuständigen unterhielten sich ganz freundlich mit uns und ließen uns schließlich auch ohne jegliche Kontrollen zum Aufbau ins Stadioninnere.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-267 aligncenter" title="choreoaufbau_stuttgart" src="http://www.fanclubs-koeln.com/wp-content/uploads/2009/10/choreoaufbau_stuttgart.jpg" alt="choreoaufbau_stuttgart" /></p>
<p style="text-align: justify;">Rund anderthalb Stunden lang legten wir Papptafeln und Infoflyer aus, bis wir wiederum höflich vor die Stadiontore gebeten wurden – Restmaterial durften wir am Eingang zwischenlagern -, nur um gleich wieder durch die Kartenkontrollen zurückzukehren.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis kurz vor Anpfiff blieb der Block erschreckend leer: Der gemeinsame Konvoi hatte sich verspätet und mit ihm auch das Mottobanner, das unterwegs für ein gemeinsames Szenegruppenphoto genutzt worden war. In allerletzter Minute fanden auch die Besatzungen der Busse, die sich bei der Ankunft in der Stadt trotz Kolonne verfahren hatten, den Weg in den Block, Banner an den Zaun, Papptafeln, Mannschaftseinlauf &#8211; bingo. Die erste gemeinsame Choreo der im Dachverband organisierten Fanclubs hatte ihren Weg ins Stadion erfolgreich hinter sich gebracht.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-265 aligncenter" title="choreo_stuttgart" src="http://www.fanclubs-koeln.com/wp-content/uploads/2009/10/choreo_stuttgart.jpg" alt="choreo_stuttgart" /></p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem Feld ging es dann ähnlich erfreulich weiter: Unsere Mannschaft kämpfte und erzwang immer wieder Fehler der lustlosen Stuttgarter, so dass Ehret schließlich in der 22. Minute Freis bedienen konnte, der unhaltbar für Lehmann einköpfte. Für den Badener im FC-Trikot sicher ein besonderer Höhepunkt, ausgerechnet gegen die Schwaben sein erstes Tor im FC-Trikot zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Konterchancen wurden sträflich ausgelassen, doch wog die gute Defensivarbeit das auf. Dementsprechend die Stimmung im Gästeblock: laut, laut, laut. Aber auch der harte Kern der gegnerischen Kurve unterstützte das Heinteam vorbildlich, während der Rest des Stuttgarter Publikums wie üblich schon früh begann zu pfeifen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegen Ende der zweiten Halbzeit bequemte sich der VfB dann doch mal dazu, etwas mehr Druck zu entwickeln – allein Jens Lehmann wollte ein guter Gastgeber sein, ließ sich von Ishiaku den Ball abnehmen, der wiederum Sanou bediente. Williiii vollendete mit einem wunderbaren Lupfer aus 41,5 m und der Gästeblock explodierte.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-269 aligncenter" title="endergebnis_stuttgart" src="http://www.fanclubs-koeln.com/wp-content/uploads/2009/10/endergebnis_stuttgart.jpg" alt="endergebnis_stuttgart" /></p>
<p style="text-align: justify;">Langer Rede, kurzer Sinn: Immer wieder gastfreundlich, die Schwaben. Ein Lob an dieser Stelle für den fanfreundlichen VfB, der uns bei der Choreodurchführung in jeder Hinsicht unterstützte, und an sein Team, das seinem ehemaligen Kapitän mit den drei Punkten ein wenig Ruhe bei den Kölner Boulevardmedien verschafft hat.</p>
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		<title>Don&#8217;t believe the hype</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 14:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fanclub-Dachverband</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einwurf]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem man bereits für die „Football against Racism in Europe"-Kampagne zu einer Choreographie engagiert hatte, war frühzeitig klar, dass man das Spiel gegen den „Traditionsverein" aus dem Kraichgau zu einer Banneraktion nutzen will. All den Hoffenheimer Märchenstunden, die öffentlichkeitswirksam in den Medien bereitwillig breitgetreten wurden, wollte man von Seiten des Dachverbandes ein sichtbares Zeichen entgegensetzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 	 	 --></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem man sich bereits für die „Football against Racism in Europe&#8221;-Kampagne zu einer Choreographie engagiert hatte, war frühzeitig klar, dass man das Spiel gegen den „Traditionsverein&#8221; aus dem Kraichgau zu einer Banneraktion nutzen will. All den Hoffenheimer Märchenstunden, die öffentlichkeitswirksam in den Medien bereitwillig breitgetreten wurden, wollte man von Seiten des Dachverbandes ein sichtbares Zeichen entgegensetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der Süd- wie auf der Nordtribüne sollte jeweils im Ober- und im Unterrang gut sichtbar ein Banner zu den Machenschaften der Gäste prangen. Gerade eines wollte man allerdings aus Sicht des Dachverbandes verhindern: Die Banner sollten, insbesondere nach den Erfahrungen der Äußerungen anderer Fanszenen bei Gastspielen in Mannheim, kein persönlicher Angriff auf die Person Hopp werden, sondern Kritik am „Projekt 1899&#8243; darstellen. Die kreativen Köpfe unter den beteiligten Mitgliedern ließen ihre Synapsen glühen, so dass sich schnell vier geeignete Sprüche für die Aktion heraus kristallisierten. Mit Tapete, Farben, Arbeitswillen und künstlerischem Talent versammmelten sich Mitglieder verschiedenster Fanklubs in den altehrwürdigen „Guckuk-Hallen&#8221;, die uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurden. Und wie die Erfahrung einen lehrt: Wenn viele mit Eifer anpacken, gehen auch solche Aktionen leichter von der Hand.</p>
<p style="text-align: justify;">Fünf Minuten vor Spielbeginn sollte es dann soweit sein, die Spruchbänder wurden präsentiert. Vor dem Unterrang der Südtribüne konnten die 50000 Zuschauer im Müngersdorfer Stadion <strong>„<span style="color: #ff0000;">Franz Kremer: Legende für die Ewigkeit!</span> <span style="color: #0000ff;">Dietmar Hopp: Investor auf Zeit!</span>&#8220;</strong> lesen. Die Kritik an der Abhängigkeit eines Bundesligisten von einem Investor, die Degradierung des Fußballs zum Spielzeug von Superreichen, war, ist und bleibt einer der Hauptvorwürfe an das „Projekt 1899&#8243;. Auch das Spruchband im Süd-Oberrang ( <strong>„<span style="color: #0000ff;">1</span> Dorfverein <span style="color: #0000ff;">8</span> gesponserte Fans <span style="color: #0000ff;">99</span> Prozent &#8220;Mäzen&#8221; &#8211; Das nennt ihr Tradition?&#8221;</strong> ) nimmt diese Kritik an dem seelenlosen Plastikverein aus dem Kraichgau auf. Auch im Norden des Stadions ließ man sich nicht lumpen und konnte trotz einiger Schwierigkeiten, die einem hochgradig volltrunkenen FC-Anhänger geschuldet waren, im Unterrang die Frage nach der Herkunft des „Traditionsvereins&#8221; („<strong>Tradition seit </strong><strong>1899</strong><strong>? Marketing seit 1999!</strong> <span style="color: #0000ff;"><strong>===&gt;</strong></span>&#8221; ) stellen. Das letzte der vier Plakate wurde im Nord-Oberrang gehisst und kritisierte mit einer mathematischen Gleichung (<strong>„Jeder I-Dotz weiß: 1899 ungleich 50+1&#8243;</strong>) den Umgang der DFL mit der „50+1&#8243;-Regelung, die aus unserer Sicht auch durch das Mäzenatentum eines Dietmar Hopp umgangen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt aus der Dachverbandsperspektive ein gelungener Auftritt, der auch in der Presse sein kleines, aber feines Echo fand. Bezeichnenderweise blendete der Hochglanzsender Premiere die Banner und die Kritik an 18,99€ Hoffenheim bei seiner Übertragung des Tiptop-Produkts aus dem Müngersdorfer Stadion völlig aus. Was von der Kritik bei den Adressaten hängen geblieben ist, ist unklar &#8211; positive Reaktionen gab es zumindest en masse. Es verbleibt ein Dank an alle Beteiligten der Aktion.</p>
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