Erneut Kartenpreiserhöhung zur neuen Saison?

2. April 2010 | geschrieben von Fanclub-Dachverband

Das Osterfest steht vor der Tür, und bereits am Karsamstag empfängt unser Verein Hertha BSC im Müngersdorfer Stadion. Während die Abstiegssorgen in unserer Domstadt immer noch nicht endgültig zu den Akten gelegt worden sind, gehen in Berlin langsam die (Bundesliga-)Lichter aus. Neutrale Beobachter würden ein solches Aufeinandertreffen als Abstiegskampf oder im negativen Sinne als „Not gegen Elend“ bezeichnen. Der geneigte FC-Fan wird sich jedoch von solchen Einschätzungen nicht davon abbringen lassen die elf Jungs mit dem Geißbock auf der Brust zu unterstützen. Allerdings drängt sich vor dem möglichen Besuch des Spiels eine weitere Überlegung auf: Wie teuer sind die Karten?

Egal, ob arm oder reich – FC-Spiele müssen erschwinglich bleiben!

Eine Eintrittskarte für den Block O3 im Unterrang der Osttribüne schlägt für die Spiele gegen Berlin und Bochum mit 44 € im Vorverkauf zu Buche. Dazu kommen noch einmal bis zu 4 Euro Versand- und Bearbeitungskosten. Natürlich sind wir uns bewusst, dass der FC zur Etablierung in der Bundesliga und für einen möglichen Sprung nach vorne Einnahmen generieren muss, aber die Eintrittspreispolitik unseres Clubs überschreitet dabei mittlerweile Grenzen. Betrachtet man die Entwicklung der vergangen Saisons ziehen sich die Kartenpreiserhöhung wie ein roter Faden durch das Handeln des 1. FC Köln. Die Argumentation des Vereins zielt hierbei oft auf Vergleiche mit alternativen Freizeitbeschäftigungen, wie dem Besuch im Kino oder dem Gang ins Schwimmbad ab. Doch lässt sich die Liebe zu einem Fußballclub auf den Rang eines bloßen Zeitvertreibs reduzieren? Sollte das Spiel nicht im Mittelpunkt stehen, statt eines Events aus Unterhaltung und Show? Zumal bei den sportlichen Darbietungen der Heimspiele in der diesjährigen und der vergangenen Saison sowie in mehreren Jahren zweiter Liga die „Unterhaltung“ oftmals auf der Strecke blieb…

Der 1. FC Köln gilt als Allgemeingut dieser Stadt, ihrer Bewohner und natürlich seiner Fans – einem nicht unwichtigen Part des Gesamtkunstwerks. Diesen Teil immer weiter mit immer höheren Preisen zu belasten und auf den Rang von bloßen Konsumenten zu degradieren, erscheint uns sehr zweifelhaft. Besonders die Kürzungen im Bereich der Ermäßigungen sind uns vor diesem Hintergrund ein Dorn im Auge. Wir vermissen das gesunde Maß bei der Gestaltung und Festlegung der Eintrittspreise. Statt einheitlicher Preise für die gesamte Saison wird für jedes Spiel ein individueller Kartenpreis in Abhängigkeit von (vermeintlicher) Attraktivität des Gegners, sportlicher Situation und Nachfrage festgelegt. Eine Vorgehensweise, die auch Gästefans in Müngersdorf zu spüren bekommen und die nicht gerade Begeisterungsstürme über die Gastfreundschaft aufkommen lässt.

Ebenso werden die Preise der Dauerkarten für die „Treuesten der Treuen“ von Jahr zu Jahr in nicht unerheblichem Maße angehoben.

Ein ausverkauftes Müngersdorfer Stadion – bald eher Rarität denn Gewohnheit?

Um dieser Preisentwicklung Einhalt zu gebieten, protestiert der Dachverband der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln gegen eine weitere gravierende Erhöhung der Kartenpreise zur kommenden Saison. In den kommenden drei Heimspielen gegen Berlin, Bochum und Freiburg werden wir mittels Spruchbändern auf die Situation aufmerksam machen und versuchen, einen weiteren Anstieg zu verhindern.

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