Stadtverbote

19. Februar 2010 | geschrieben von Fanclub-Dachverband

Neues interessantes Mittel im Kampf gegen die ewigen Störenfriede im Fußball scheint das Erteilen von Stadtverboten zu sein. Den Betroffenen wird für einen gewissen Umkreis rund um das Stadion bzw. für die ganze Stadt ein Betretungsverbot erteilt. Der Polizei ja anscheinend schon bekannt und bewährt, im Einsatz gegen Ladendiebe.

Im Bereich des Fußballs wurde dieses Mittel zum ersten Mal für die Kölner Fans am 24.10.2009 zum Derby gegen die Borussia aus Mönchengladbach eingesetzt. Circa 100 Leute, Stadionverbotler, aber auch Personen mit abgelaufenen Stadionverboten, sowie auch Personen die bisher kein Stadionverbot haben, aber deren Personalien bei einem Spiel aufgenommen wurden, bekamen ein paar Wochen vor dem Spiel ein Schreiben, dass ihnen den Sachverhalt mitteilte. Rechtlich kann die Polizei diesen Schritt einleiten nach § 34 PolGnRW.

Mag die Angst vor Krawallen rund um das Derby vielleicht noch nachvollziehbar gewesen sein, waren die Spiele, zu denen es die nächsten Stadtverbote hagelte, wirklich der reinste Witz. Es folgten das Pokalspiel in Trier und das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Einmal abgesehen davon, dass eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit in dieser Art und Weise schon bitter genug ist, waren diese Verbote und die dazugehörigen Begründungen kaum nach zu vollziehen. Gerade deshalb entschlossen sich die Coloniacs und die Wilde Horde zum letzten Heimspiel der Hinrunde zu einigen Aktionen. Während CNS einen Protestmarsch mit einem Checkpoint Stadion organisierte, verbündete sich die WH mit dem „Feind“ Nürnberg und zeigte wechselseitig Spruchbänder zur Thematik.

Nähere Infos hierzu findet ihr nochmal zum Nachlesen unter http://www.wh96.de/schwaadlappe/ausgabe_49.pdf und auf unserer Seite unter folgendem Link: http://www.fanclubs-koeln.com/2009/12/polizei-erteilt-stadtteilverbote/.

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