Jupp Schmitz lässt grüßen!

22. Dezember 2009 | geschrieben von Fanclub-Dachverband
Langsam, aber sicher erlebt unter den Fußballfans in Köln ein alter Gassenhauer seine Renaissance. Immer häufiger bekommt man beim Anblick der Kartenpreise den Gedanken an den beliebten Karnevalshit von Jupp Schmitz: Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld? Spätestens die letzte Saison zeigte, dass die Leidensfähigkeit der Fans nicht nur unter sportlichen Aspekten auf den Prüfstand gestellt wird.
Nicht nur, dass die Preise für Dauerkarten im Müngersdorfer Stadion deutlich angezogen haben, auch auf fremdem Terrain sind traurige Zeiten für das Fan-Portemonnaie angebrochen. Gerade die aktive Fanszene wird in ihrer (nahezu) zweiwöchentlichen Unterstützung des Vereins finanziell stark mitgenommen. Stehplatzkarten werden von Saison zu Saison (teilweise horrend) teurer, Sitzplätze werden mittlerweile kaum unterhalb der 30€-Schwelle angeboten. Höhepunkt der Entwicklung war für FC-Fans das Auswärtsspiel in Hamburg in der letzten Saison, wo der rot-weiße Anhang für einen einfachen Stehplatz im Gästeblock inklusive Gebühren mehr als 25 € aufbringen musste.

Auch in Köln sind finanziell anstrengende Zeiten für die Gäste angebrochen: Während die Heimkurve von FC-Geschäftsführer Claus Horstmann das Versprechen bekam, einen Stehplatz (zumindest ermäßigt) für weniger als 10€ angeboten zu bekommen, müssen die Gäste-Fans für einen Besuch in Müngersdorf tiefer in die Tasche greifen. Die Bundesligavereine laufen gerade in diesen Krisenzeiten Gefahr, das Rad zu überdrehen. Der etwas rückläufige Besuch bei den Heimspielen dieser Saison und die daraus folgenden „Bundle“-Aktionen des Vereins zeigen bereits einen Trend in diese Richtung auf. Das Ziel der aktiven Fanszene (und damit des Dachverbandes) muss es daher sein, ihren Standpunkt bezüglich der Preisgestaltung bei Eintrittskarten weiterhin deutlich und vernehmbar zu artikulieren. Hierbei gilt es sicherlich, auch den Dialog mit dem Verein weiter zu forcieren. Der Verein darf niemals vergessen, dass die Fans das Fundament des FC darstellen und nicht nur kommerziell ausbeutbare Kunden sind. Der Dachverband hat sich hierfür in der Vergangenheit in Gesprächen mit Vereinsvertretern stark gemacht und wird dies auch in Zukunft tun.

Denn eines ist uns allen klar und für jeden von Bedeutung: Der Besuch eines Fußballspiels muss weiterhin für jedermann bezahlbar bleiben!

Keine Kommentare erwünscht.