Saisoneröffnung – ein Rückblick
16. Oktober 2009 | geschrieben von Fanclub-DachverbandDieses Jahr gab es erstmalig ein eigenes Programm des Dachverbands der aktiven Fanszene zur offiziellen Saisoneröffnung. Seit Jahren fühlt die aktive Fanszene sich nicht mehr wirklich angesprochen von dem Familienevent mit Autogrammschnitzeljagd und Produktverschenkungen der Sponsoren. Kurz werden die Spieler vorgestellt, ein Einlagespiel gegen einen Lokalverein und der „Reebok Cup 2009“ ausgetragen und danach soll der gewillte Besucher doch bitte viele Flyer der Sponsoren mitnehmen und sich die Beine in den Bauch stehen, um ja ein Autogramm von Poldi und Co zu ergattern.
Um auch für ein aktiveres Fanpublikum Anreize zum Besuch der Saisoneröffnung zu bieten, sich mit dieser aber gleichzeitig einem breiteren Fankreis vorzustellen, haben wir uns vom Dachverband einige Programmpunkte überlegt, die das offizielle Programm ergänzten: Neben einem Stand im Stadion gab es den ganzen Tag über einen Mal-Workshop, bei dem man unter Anleitung seinen eigenen Doppelhalter gestalten konnte – somit wurde für Jugendliche die Möglichkeit geschaffen, ihre eigene Zaunfahne oder Doppelhalter zu gestalten. Diese Idee wird nun auch am letzten Samstag beim „offenen Maltag“ wieder aufgegriffen. Auf dass die Kurve immer bunter werde!
Um 14 Uhr gab es eine Lesung mit Ralf Friedrichs, der einigen vielleicht bekannt ist aus dem FC-Forum, dem Express oder halt auch durch seine Bücher unter dem Titel „Neulich am Geißbockheim“. Seit einigen Jahren schreibt Friedrichs kleine satirische Texte über die Führungsriege des 1. FC Köln, die er 2007 dann auf Papier drucken ließ.
Von 15 Uhr an konnten in der Diskussionsrunde „Fußball gestern und heute – Fan- und Spielergenerationen im Gespräch“ Meinungen ausgetauscht werden. Leider war aus terminlichen Gründen kurzfristig kein Spieler in der Lage an dieser Diskussion teilzunehmen, so dass sich nur ein Mitglied des Fanclubs Kölscher Mythos und ein Vertreter der Wilden Horde zu dem Thema austauschen konnten. Gerade für die jüngere Generation und zum besseren Verständnis der verschiedenen Varianten des Fan-Seins, war dieser Austausch für alle Anwesenden sicherlich sehr informativ. Früher war halt doch alles anders!?
Anschließend heizten Straßenkindamouvement so richtig ein, so dass es kaum noch einen der Anwesenden auf seinen vier Buchstaben hielt.
Nass geschwitzt und eine Pause redlich verdient ging es mit einer Diskussionsrunde zum Thema Stadionverbote weiter. Ein heikles Thema, das hier auf der Homepage des Dachverbands in Kürze auch noch mal ausführlich aufgegriffen wird. Auslöser sind die Stadtverbote, die für Mönchengladbach erteilt worden sind und noch werden.
Zum Ende gaben Bezirk Zwo der Partymeute noch den Rest und brachten alle noch mal richtig zum schwitzen.
Leider war unser Programm nicht ganz so gut besucht, wie wir uns das gewünscht hätten. Was zum einen wohl daran lag, dass wir durch den zugestellten Parkplatz kaum wahrgenommen wurden, zum anderen daran, dass neue Dinge immer ein wenig Anlaufschwierigkeiten haben.
Für das nächste Jahr haben wir jedoch schon einige neue Ideen in petto. Lasst euch überraschen!